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RCN Lauf 3 Nordeifelpokal am 26.06.2010 

      Die verdammte 9:00 Minutenmauer ist endlich gefallen! 

Bei brütender Hitze ist es am 26.06.2010 gegen 16:00h endlich gelungen- als Klaus-Peter Grümbel zum vierten Mal die Ziellinie überquerte vermerkte die Stoppuhr eine 08:58.0! Damit erreichte er als erster vom Team Nonsens-Racing das selbstgesetzte Ziel von 09:00 Minuten.
Aber zuerst zum Start:

Jens Kreutz übernahm wie gewohnt Stint 1. 
Die Startnummer 132 war mal wieder von Chefmechaniker Steffen Schindler perfekt vorbereitet und stand startbereit in der Aufstellung.
Bei über 25 Grad strahlendem Sonnenschein waren wir mehr damit beschäftigt einen schattigen Platz zu finden, als uns in die feuerfeste Rennbekleidung zu quälen, somit wurde der Sprung in die feuerfeste Kleidung solange wie möglich hinausgezögert.
Dank Unterstützung des nicht startenden Markus Bohn verfügte unser Wolfsburger diesmal auch endlich über die längst überfälligen Ferodo Rennbremsbeläge für unsere Porschebremsanlage. Nach kurzem Telefonat vor dem Fahrerbreefing war der Startfahrer dann auch in die Einbremsvorgehensweise eingewiesen und somit konnte es bei „gefühlten 130 Grad“, so K.P., in die Setzzeitrunde gehen.  

 

 

Ohne große Probleme konnten wir diese dann mit einer 11:39.0 beenden und die ersten beiden Sprintrunden angehen.
Vor dem Start machte sich Jens voller Motivation auf die Suche nach neuen Verbesserungsvorschlägen und ließ sich somit 0,4 Bar weniger Luftdruck in die Yokohama-Pneus füllen, als das Barometer die Rennen zuvor anzeigte. Bereits in der ersten Runde sollte sich dies als eine gute Wahl herausstellen.
Während die neuen Beläge bereits eingebremst waren und die Reifen zu neuem Vertrauen riefen, wurden die ersten beiden Sprint noch recht ruhig angegangen und sich erst Mal durch den Verkehr gekämpft.
In Runde 4 kam dann bereits eine Neuerung des Reglements und es musste bestätigt werden, was mit einer 11:35.0 auch innerhalb der 10-sekündigen Kulanz hervorragend klappte. Somit konnte die ganze Konzentration auf die letzten beiden Sprintrunden des ersten Turns gesetzt werden.
Nach den beiden 9:39 und 9:27 folgte bereits mit 9.14 eine neue persönliche Bestzeit. Immer mehr schnelle Ecken fielen auf, die mit noch mehr Mut angegangen werden konnten und somit die Rundenzeiten zu fallen begonnen.
In der letzten Sprintrunde kam es dann zu einem beinahezusammenstoß kurz nach der Bergwerkkurve, ganz zum Ärgernis von Jens. Der ganze Schwung war dahin, da ein Dieselgolf meinte, er könne zum Überholen ausscheeren ohne seine Spiegel zu nutzen und somit das Team Nonsens zu einer unnötigen Vollbremsung nötigte. Dies hatte eine derbe reduzierung der Geschwindigkeit und damit einen Zeitverlust zur Folge, über den man sich später bei Überqueren der Ziellinie noch so richtig ärgern sollte.
Nach 2 weiteren Attacken -die erfolgreich, aber völlig unnötig da andere Klasse, vom Dieselfahrer abgewehrt wurden- kamen wir dann endlich vorbei. 
Die Freude über die extrem heikle Ausfahrt aus der Bergauf-Rechts nach dem Brünnchen, die so gerade eben noch gut ging und anschließendem sehr spätem Bremsmanöver nach Pflanzgarten 1 wurde dann auch bald getrübt – die Ziellinie wurde mit einer 9:09.0 überquert! Klaus-Peter merkte zwar sofort an, dass das die 9:00 Minuten gewesen wären…aber mit Hätte, Wäre, Wenn gewinnt man keinen Blumentopf.
Da es anschließend bereits in die Tankrunde ging, war der Traum der 9 Minuten erstmal geplatzt, entsprechend sauer wurde auch das Lenkrad übergeben.
Das Tanken an sich wurde dann auch recht schnell schon wieder spannend, denn beim Blick auf die Uhr und auf die Schlange vor der Zapfsäule wurde einem sofort klar, dass es mit der Maximalzeit sehr eng werden sollte.
Noch elf Minuten auf der Uhr verbleibend, rasten wir dann aus der Box und schafften  es mit einer zügigen "Tank-Out-Lap" die Befüllungsprozedur in 38:44 Minuten zu beenden.

Die darauffolgende Bestätigungsrunde schlossen wir mit 11:35.0 auf die Sekunde gleich mit der 1. Bestätigung ab. Straffrei also, jetzt galt es nur noch die Karre ganz zu lassen und 5 saubere Sprints dahin zu legen.
Klaus-Peter startete mit einer 9:14 und legte prompt eine 09:09 nach.
Den gröbsten Verkehr nun hinter sich, klemmte er sich hinter einen zügigen Astra und schaffte nach einer weiteren schnellen 9:02 endlich die Schallmauer zu durchbrechen und legte eine 08:58 hin.
Die beiden folgenden 09:03 und 09:02 sind nur noch für die Statistik und seine Konstanz zu erwähnen! 
Ganz ohne Aufregung verliefen seine Sprints nicht. Während wir beim Einbiegen in die Flugplatzkurve - die auch Klaus-Peter voller Mut mit nur einem Gewissenslupfer nahm- waren, kam ein Mitbewerber auf die Idee, er könne uns noch eben innen überholen. Nach der Schrecksekunde realisierten wir dann die Brisanz des Manövers, denn wir wollen uns nicht ausmalen, was passierte wäre wenn…aber wie eben schon beschrieben, Hätte, Wäre, Wenn gilt nicht.
Ein sehr schönes Manöver gab es dann aber noch nach dem Karussel, was Klaus-Peter lieber unter dem Mantel der Verschwiegenheit hütet. Während er eine Lücke suchte um ein langsameres Auto zu überholen, aber keine Möglichkeit fand, ging es auf einmal Links und Rechts an ihm vorbei! Und das gleichzeitig! Klasse Sache der Fahrer, die Jens mehr als ein Schmunzeln hervorzückte und über die Intercom nach einer Onboardkamera verlangte, denn so was hätten wir zu gerne für unsere Nachwelt festgenommen!


Während Klaus-Peter in der Auslaufrunde dann noch die Strapazen der Hitze und damit deutlich größeren Anforderungen zu spüren bekam und irgendwas von Kreislaufproblemen murmelte, freuten wir uns schon auf die Siegerlisten. 
Die Euphorie war groß, gemessen an unserer Leistung erhofften wir viel und als dann der Blick auf die Ergebnissliste folgte, war die Überraschung sogar höher als erwartet – Platz 7 von 29 Startern in der starken H3! 

Zufrieden und freudestrahlend nahmen wir dann unsere ersten, selbst eingefahrenen Pokale entgegen und fiebern schon dem nächsten Lauf zu – und dann hoffentlich mit vielen Zeiten unter 09:00 Minuten und wer weiß, vielleicht schaffen wir es dieses Ergebnis zu wiederholen und unseren 32. Platz in der Gesamtwertung von über 300 Starten wenigstens zu verteidigen!

Danke nochmals an Steffen und Sabrina für die Unterstützung vor, während und nach dem Rennen – vor Allem für das Eis im Parc Fermé! :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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